Ab nach Böhmen
Sonne, 4 Grad am MorgenKönigswinter – Marienbad
Als Kind war ich mit meinen Eltern in Marienbad, 1992 und noch Mehrfach in den 90er Jahre. Wir wohnten immer in einer kleinen Pension bei Miroslav, ganz in der Nähe der Antoniusquelle, einmal waren auch meine Cousins dabei. Damals war Tschechien für uns sehr günstig. Am meisten haben wir die Oblaten geliebt, frisch und warm auf die Hand. Und ich mochte die Heilquellen, die wir uns in der Schnabeltasse abgefüllt haben. Egal wie stark der Geschmack war, ich mochte sie alle. Ein ganz großes Erlebnis war für uns Kinder der Rübezahl oben am Waldrand: Wer das Ritual richtig machte, hatte einen Wunsch frei. Abends haben wir an dem Brunnen gestanden, der zu klassischer Musik eine Wassershow zeigt.
Als Tchibo einen Kurzurlaub mit Kuranwendungen in Marienbad angeboten hat, musste ich nicht lange überlegen. Ich möchte Harry die Stadt meiner Kindheit zeigen, und ein paar Tage Erholung tun uns beiden gut.
Draußen sind es 4 Grad, aber die Sonne scheint. Um 8:30 Uhr fahren wir mit Manni, Harrys Auto, los und frühstücken beim Bäcker. Es gibt wenig Stau, nur vor Nürnberg ein paar Baustellen. Um 14 Uhr machen wir eine Pause am Autohof an der A6.
Kurz vor der Grenze bei Waidhaus stehen wir von 15 Uhr eine halbe Stunde für die Vignette an. Sie kostet 16 €, dazu tauschen wir 20 € in Kronen. Hinter der Grenze geht es auf der D5 durch den Wald Richtung Marienbad.
Gegen 16 Uhr kommen wir an. Marienbad hat sehr schicke Häuser und viele Parks. Unser Zimmer im Hotel Excelsior ist ein Altbauzimmer mit Stuck und Balkon, sehr groß, hell und schön. Auf dem Tisch wartet ein Sekt zur Begrüßung. Vom Balkon schauen wir direkt auf die Hauptstraße und die Hänge mit den Kurhäusern.
Marienbad (Mariánské Lázně) ist der jüngste Ort im Westböhmischen Bäderdreieck mit Karlsbad und Franzensbad. Erst 1818 wurde der Ort zum Kurort erklärt, Mönche des Klosters Tepl hatten die Quellen erschlossen. In der Stadt sprudeln rund 40 Mineralquellen, in der Umgebung noch viel mehr. Seit 2021 gehört Marienbad zum UNESCO-Welterbe „Bedeutende Kurstädte Europas“.
Um 17 Uhr gehen wir ins Café um die Ecke. Es gibt Latte und Palatschinken mit Sahne, alles zusammen für 15 €. Im Lidl kaufen wir Kofola und Rum. Das Parkhaus für Manni ist 600 Meter entfernt, auf dem Weg liegen ein Oblatenladen, ein Bankautomat und die Touristeninformation.
Um 19 Uhr essen wir im Restaurant „1900“ im Hotel. Das Buffet ist warm und wird immer wieder aufgefüllt, aber es ist nicht so lecker. Die Getränke kosten extra. Zum Abschluss gibt es den ersten Becherovka.
Danach mixen wir uns Rum mit Kofola und schauen uns den Wellnessplan für morgen an. Die Behandlungen sind genau festgelegt. Im Fernsehen läuft „Fast & Furious“, nebenbei suche ich einen Fahrradverleih. Um 22:15 Uhr schlafen wir.
Kofola
Die tschechische Cola gibt es seit 1960, damals als Antwort auf Coca-Cola. Sie schmeckt nach Kräutern und ist weniger süß. Mit Rum gemischt unser Getränk für den Abend auf dem Zimmer.ca. 566 kmmit Manni8:30–16:15 Uhr5:45 h Fahrzeit laut Routenplaner










