20.05.25 Haparanda: Schlafen auf dem Ikea-Parkplatz
20.05.2025 · Dienstag☁ 12 °CHaparanda, Schweden
8 Uhr bin ich wach und recherchiere zum Weihnachtsdorf am Polarkreis. Vieles hat im Mai zu. 9 Uhr stehen wir auf, Harry isst Müsli, ich Brot. Es ist kalt geworden, die Sonne scheint, aber nur bei 12 Grad.
Danach Abwasch auf dem Campingplatz, alles sehr sauber, dann duschen. Es sind kaum Camper da, die Sanitärräume sind komplett leer, leider aber nur der Frauenbereich geöffnet. Nachdem alles gepackt ist, fahren wir zur Entsorgungsstation für die Toilette und ich fülle unseren 10-Liter-Kanister mit Frischwasser auf. Gegen halb zwölf bezahle ich mit der Uhr 300 Kronen und los geht's.
Harry fährt, es ist bewölkt, aber wir kommen gut voran. Wir halten immer Ausschau nach Rentieren und Elchen. Die Warnschilder sind überall, und jedes Waldstück an der Straße ist kilometerweit mit einem Zaun gesichert. Tiere sehen wir aber keine.
14 Uhr trinken wir in Norrböle wieder bei Max einen Milchshake, drei Burger und zwei Shakes kosten 19,77 €. Danach fährt Harry weiter, weil mir in der Stadt zu viel los ist. Auf der E4 sind maximal 110 km/h erlaubt.
In Byske halten wir an der Kirche für eine Mittagspause. Ich bin sehr müde und Harry hat Rückenschmerzen. Die zwei Stunden Schlaf sind super.
Danach fahre ich weiter. Es schauert kurz, so wird wenigstens die Scheibe etwas sauber, die voller Insekten ist. Harry sieht zwei Elche am Straßenrand, eine Kuh mit ihrem Kalb!
Wir fahren noch bis Haparanda, eine Stadt direkt an der Grenze zu Finnland. Über die App Park4Night hat Harry den Ikea-Parkplatz als Stellplatz herausgesucht, kostenlos. Haparanda und das finnische Tornio auf der anderen Seite des Flusses Torne sind Zwillingsstädte, die praktisch zusammengewachsen sind. Die Sonne steht hier viel höher als bei uns und scheint noch lange.
Gegen 20 Uhr kommen wir bei Ikea an. Direkt daneben liegt ein kleiner See, einige Wohnmobile stehen schon da, wir parken mit gutem Abstand. Niemand ist draußen, bei 8 Grad und frischem Wind ist es wirklich kalt. Heute ist es Zeit für Winterjacke und Mütze.
Ich habe noch einen Pizzaladen gefunden und gehe ein paar Schritte. Obwohl er noch eine Stunde offen haben soll, schickt mich der Besitzer weg, ich kann nichts mehr bestellen. Man merkt, dass Nebensaison ist: Die großen Einkaufszentren sind zu, alle Restaurants auch, kein Mensch ist zu sehen. So komme ich ohne Essen vom Spaziergang zurück und wir machen Kürbissuppe mit Pumpernickel.
Es wird eine kalte Nacht und ein Vorgeschmack auf die nächsten Nächte, 3 Grad sind angesagt. Wir machen zwei Wärmflaschen fertig und gehen schon nach 21 Uhr ins Bett. Die Nominierungen für das Spiel des Jahres sind bekannt geworden. Ich schreibe noch etwas Bericht und schlafe gegen 22 Uhr.
458 km5:20 h Fahrzeit11:20–19:45 Uhr











