25.05.25 Narvik und Rognan: Unsere erste Fähre
25.05.2025 · Sonntag☀ 11 °CRognan, Norwegen
Halb acht bin ich wach. Heute ist die erste Nacht ohne Wärmflasche und ohne Heizung. Die Sonne scheint, dunkel wird es ja nicht, und das Wetter ist hervorragend. Aktuell sind 11 Grad. Heute kommt unsere erste Fährfahrt, sie gehört zur E6, die wir fahren.
Wir haben uns gegen die Lofoten entschieden, eine besonders schöne Inselgruppe. Die Fähren sind für Autos ab 6 Metern sehr teuer, und die Straße zu fahren dauert lange. Seit wir vom Nordkap auf dem Rückweg sind, sind die Fahrten viel anstrengender. Spektakulär am Wasser mit tollen Bergen, Seen, Fjorden und Fischerdörfern, aber durch das ständige Auf und Ab auch schwerer zu fahren. Daher schaffen wir nur 250 bis 350 km am Tag. Wir haben noch 14 Tage Zeit, aber lange an einem Ort bleiben geht nicht. Es liegen noch rund 2.900 km vor uns bis Kisdorf.
Wenig später stehen wir auf, Tee und Müsli, für mich kalte Pizza von gestern. Kurz nach 9 Uhr geht es los, einmal einkaufen, aber heute ist Sonntag und der Laden hat zu. In der Tankstelle, in der ich gestern die Pizza geholt habe, ziehen wir einen Kaffee und nutzen die Toilette, es gibt nur eine für alle.
Dann geht es weiter auf der E6 Richtung Süden. Bis gestern Mittag gab es in Norwegen gar keine Blitzer, jetzt kommen langsam welche, aber die Blitzer-App regelt das. Sehr viele Tunnel, teilweise sehr schmal.
Bei Narvik fahren wir über die Hålogalandsbrücke. Die Hängebrücke wurde 2018 eröffnet und gehört zu den längsten Hängebrücken Norwegens. Seitdem spart man sich den langen Umweg rund um den Fjord.
An einem Rastplatz treffen wir Leute aus Bad Oldesloe und quatschen mit ihnen.
Mit der Fähre über den Tysfjord
In Skarberget warten wir auf die Fähre nach Bognes. Hier hat die E6 eine Lücke, und die Fähre über den Tysfjord ist der einzige Weg weiter nach Süden. Wir bezahlen vor Ort nichts, es wird nur das Nummernschild fotografiert. Wir sind nur fünf Autos an Bord, die Überfahrt dauert etwa eine halbe Stunde, und ich mache Fotos.
Gegen 14 Uhr fahren wir von der Fähre runter. Viele Wälder und Berge, Wasserfälle und Felswände entlang der E6.
Gegen 18 Uhr kommen wir im Rognan Fjordcamp an. Der Typ an der Rezeption hat Dreadlocks und sieht sehr entspannt aus. Wir unterhalten uns auf Englisch: Eine Münze gibt vier Minuten Dusche, die Toiletten haben einen Zahlencode. Wir parken unter einem Baum, vor uns der Fjord. In der Stadt gibt es einige Läden, aber nur Fast Food und keine Fischrestaurants. Daher bleiben wir im Van und essen Chipotle-Chili von Löwenanteil mit Nudeln. Es schmeckt, gehört aber eigentlich zu Reis.
Ich gehe noch einmal raus, das Wetter ist super, und ich will einen Cache machen. Heute ist Sonntag, alle Supermärkte haben zu. Ich laufe durch ein ruhiges Wohngebiet bis an den Fjord. Rognan liegt am Ende des Saltdalsfjords und hat eine lange Tradition im Bootsbau.
398 km6:22 h Fahrzeit09:40–17:45 Uhrhöchster Punkt 423 m laut GPS













