Granada: Mein Tag in der Alhambra
☀ 32 °CGranada, Andalusien
Zum Frühstück gibt es Melone. Dann buche ich für heute ein Ticket für knapp 20 € für die Alhambra, mit einem extra Zeitfenster für die Nasridenpaläste um 16:30 Uhr. Nach Abwasch und Duschen mache ich mich kurz nach 12 Uhr auf den Weg.
Ich möchte nicht mit dem Bus fahren und bestelle mir ein Uber. Für 12 € bringt mich ein Fahrer im Anzug mit schlechtem Englisch hoch zur Burg. Mit dem Online-Ticket komme ich direkt durch. Vom unfreundlichen Personal hole ich mir einen Audioguide, 6 € für ein altes Android-Handy 😂. Überall stehen Nummern, zu denen man sich auf Deutsch etwas anhören kann. Das ist gut gemacht und nicht zu lang.
Gärten, Paläste und eine Festung
Die Alhambra war die Burg und Residenz der Nasriden, der letzten muslimischen Herrscher in Spanien, und gehört seit 1984 zum UNESCO-Welterbe. Trotz der Massen, die täglich hierherkommen, verteilt es sich gut auf dem Gelände. Die Gärten sind sehr gepflegt, es geht zum Generalife, dem Sommerpalast, über den Turmweg und die Medina.
Dann zum Palast Karls V., einem Renaissancebau mit rundem Innenhof, den der Kaiser mitten in die maurische Anlage setzen ließ.
Über einen zusätzlichen Eingang kommt man zur Alcazaba, einer tollen Festungsanlage mit unfassbarem Ausblick auf Granada und das Albaicín. Schade, dass ich nur mein Handy dabeihabe. Ab und zu hole ich die 360-Grad-Kamera raus, werde dann aber erwischt und angemault, dass ich kein Stativ benutzen darf.
Die Sonne brennt bei 32 Grad. Ich habe einen Liter Wasser dabei und kaufe sonst nichts. Von 13 bis 15:30 Uhr bin ich überall gewesen, bis auf den Palast. Früher komme ich nicht hinein, also setze ich mich in den Schatten, warte und erhole mich etwas.
Die Nasridenpaläste
Pünktlich um 16:30 Uhr dürfen wir rein, die Gruppen sind wohl immer auf 300 Personen begrenzt. Die Verzierungen sind ganz anders als in Portugal: wenig Farbe, fast alles in Weiß, mit vielen geometrischen Formen und Mustern, darunter bunte Fliesen. Es sieht toll aus und gefällt mir sehr gut! Leider geht relativ am Anfang mein Audioguide aus, die Batterie ist leer und niemand kann mir einen neuen geben.
Im berühmten Löwenhof tragen zwölf Marmorlöwen den Brunnen, und darüber hängen Kuppeln, die aussehen wie Tropfsteine.
Am Ende des Palastes folgen noch tolle Gärten, aber nach vier Stunden bin ich ziemlich kaputt. Also mache ich mich auf den Rückweg.
Für den Rückweg sind die Uber-Preise enorm, also laufe ich hinunter. Die Straßen sind sehr schmal, aber es ist ganz lustig. In der Stadt kaufe ich Wasser und Cookies, dann lasse ich mich für 7 € zu Harry fahren.
Wir sitzen draußen und ich erzähle. Zum krönenden Abschluss gehen wir essen. Das Restaurant hat sich auf Fleisch spezialisiert, das Essen geht aber nur so: Die Kartoffeln sind blasse Pommes und das Filet ist kein richtiges. Es ist immer noch sehr warm, gegen 22 Uhr gehen wir ins Bett.
Vier Stunden Alhambra bei 32 Grad: Gärten, Festung und die weißen Muster der Nasridenpaläste. Ein Traum!
ca. 12 kmAlhambra zu Fuß12:58–17:59 Uhr





























