23.05.25 Nordkap: Am nördlichsten Punkt unserer Reise
23.05.2025 · Freitag☀ 15 °CNordkap, Norwegen
Ich bin mehrfach in der Nacht wach. Um 1 Uhr ist es kalt, wir machen die Heizung an. Um 3 Uhr ist Harry warm, wir machen sie wieder aus. Früh am Morgen gehe ich draußen im Camp auf Toilette. Wir frühstücken Müsli mit Granola, dann gehe ich duschen. Es gibt nur eine Dusche, ich muss warten, aber um 9 Uhr ist es eine tolle, saubere Dusche, nur ohne Föhn. Die Sonne strahlt, es wird nachts nicht dunkel, 5 Grad. Abwasch in der Gemeinschaftsküche.
Die letzten Kilometer zum Nordkap führen über ein Hochplateau, links und rechts liegt noch meterhoch Schnee.
10:20 Uhr erreichen wir das Nordkap und nehmen gleich den zweiten Parkplatz. Entgegen kommen uns bestimmt zehn deutsche Wohnmobile, man grüßt sich. Es ist gut besucht, aber fast nur mit Womos. Genau für diesen Zweck haben wir Harrys Roller dabei, und wir nutzen ihn. Es ist fantastisches Wetter, blauer Himmel und Sonne, viele große Hunde, und wir machen Fotos am Globus.
Das Denkmal „Kinder der Erde“ besteht aus sieben großen Bronzescheiben, die Kinder aus sieben Ländern gestaltet haben, als Zeichen für Freundschaft über alle Grenzen hinweg.
Der Globus aus Stahl steht seit 1978 auf dem Plateau, direkt an der Kante der Steilküste. Die Klippe fällt hier gut 300 Meter senkrecht ins Eismeer ab. Ganz genau ist das Nordkap übrigens nicht der nördlichste Punkt Europas: Die flache Landzunge Knivskjellodden westlich davon reicht noch etwas weiter nach Norden, ist aber nur zu Fuß erreichbar.
Während wir oben stehen, zieht unter uns ein Hurtigruten-Schiff vorbei.
Nach gut einer Stunde fahren wir vom Nordkap wieder los, das Plus sind 32 km. Jetzt kommen uns viele Busse entgegen, Wahnsinn, bestimmt zehn Stück. Eben war es noch so leer. Unterwegs sucht ein Rentier im Schnee nach Futter.
Honningsvåg
Mittags suchen wir in Honningsvåg etwas zu essen. Zwei Kreuzfahrtschiffe liegen im Hafen, und entsprechend viele Menschen sind in der Stadt unterwegs. Wir essen in dem Restaurant, das uns die Campingplatz-Rezeption gestern empfohlen hat: Fish and Chips und Lachs. Es dauert lange, bis das Essen kommt, aber es schmeckt sehr lecker. Eine Spezialität scheint Königskrabbe zu sein, die kann man hier grammweise kaufen.
Leider bekommen wir einen Strafzettel für Falschparken, der uns fast 60 € kostet.
Wir fahren von der Straße zum Nordkap auf die E6 Richtung Alta. Ab hier ist die Strecke neu für uns, die Reise durch Norwegen kann beginnen. Ich fahre die ganze Zeit, da es Harry nicht so gut geht. Die Straße ist immer wieder sehr kurvig und hat viele Steigungen. Ein Schneehase hoppelt über die Straße.
In Alta fahren wir an der Nordlichtkathedrale vorbei, deren Turm sich wie ein Nordlicht in den Himmel windet.
Gegen 17 Uhr kommen wir an einem Parkplatz an einem See an. Ich steige aus, um Fotos zu machen, aber es kommen Mädels in einem kleinen Auto vorbei und setzen sich genau an den See. Kurze Zeit später folgen drei weitere Autos, hier wird wohl noch etwas gefeiert. Das Wetter ist fantastisch, 15 Grad und Sonne.
Davon lassen wir uns nicht beirren und machen Essen: Reis mit veganem Fleisch und Teriyaki, Krabbenchips mit Chili und eine Rum-Cola. Ich überspiele noch die Bilder, gegen 21 Uhr geht es ins Bett.
Blauer Himmel, Sonne und wir zwei am Globus. Besser hätte der Tag am Nordkap nicht sein können.
279 km4:32 h Fahrzeit09:40–17:26 Uhr




















